Teams:

Sponsoren Herren 1:

VBC Münchenbuchsee vs. Lausanne UC II: 3:1

Das Team von Lausanne UC II konnte in der ersten Runde der Aufstiegsrunde etwas überraschend den TV Schönenwerd bezwingen, im zweiten Spiel unterlagen sie jedoch dem starken Team aus Amriswil. Nun mussten die jungen Spieler am vergangenen Samstag auswärts gegen den VBC Münchenbuchsee antreten, gegen den sie in der Qualifikationsrunde zweimal verloren hatten. Da das Team um Trainer Carrel sowieso nicht aufsteigen kann (weil bereits die erste Mannschaft in der NLA spielt), stellt sich in den Aufstiegsspielen jeweils die Frage, wie motiviert das talentierte, aber sehr junge Team denn ist. Am Samstag schienen die Waadtländer auf jeden Fall keine Lust auf eine Überraschung gehabt zu haben, praktisch ohne Mittelblocker traten sie an und waren dementsprechend chancenlos - zumindest zu Beginn. Denn je länger das Spiel dauerte, desto mehr baute auch der Gastgeber Münchenbuchsee spielerisch ab. Die ganze Affiche war zu einseitig, so dass man sich auch einige Fehler leisten konnte, ohne gleich in Rückstand zu geraten. Die ersten beiden Sätze konnte so gerade noch mit 25:22 und 25:23 ins Trockene gebracht werden, in Satz drei reichte das unmotivierte und fehlerhafte Spiel dann nicht mehr zum Satzsieg. Lausanne gewann den Satz mit 20:25 und auch im vierten Satz sah es lange Zeit danach aus, als ob sich der Gast in die Verlängerung retten könnte. Der Endspurt der Berner reichte jedoch aus, um den Satz (25:23) und damit auch das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden zu können.
 

VBC Galina vs. VBC Münchenbuchsee: 1:3

Bereits vor zwei Wochen spielten die Berner zuhause gegen den liechtensteinischen Vertreter aus der NLB, den VBC Galina. Damals resultierte ein (zu) knapper 3:2 Sieg. Bereits gestern wurde das zweite Spiel zwischen diesen beiden Teams vorzeitig ausgetragen, diesmal allerdings auswärts in Liechtenstein. Das Spiel war ein Spitzenspiel in jeder Hinsicht, denn Münchenbuchsee lag vor der Partie an erster Stelle in der Tabelle, gefolgt von Galina auf Platz zwei. Und im Gegensatz zu Amriswil oder Lausanne kann Galina einen Aufstieg in Betracht ziehen, weshalb das Team sehr motiviert war, die Niederlage aus dem ersten Spiel wieder auszugleichen. Münchenbuchsee hingegen wollte die Ungeschlagenheit in der Aufstiegsrunde wahren, und Captain Fabio Zulauf formulierte vor Beginn noch einmal ausdrücklich das Ziel: "Mission 21". Das Ziel (ursprünglich "Mission 30") ist nämlich, sämtliche Partien zu gewinnen, nicht mehr und nicht weniger. Nach den drei Siegen zu Beginn der Aufstiegsrunde verbleiben also noch 21 Sätze, die es zu gewinnen gibt. Das Spiel hielt, was man sich davon versprochen hatte: Es war ein hochstehender und mit vielen Emotionen geführter Spitzenkampf, in welchem die Berner jedoch den Sieg nach Hause bringen konnten. Obwohl auf Seiten der Berner der (einzige) Diagonalspieler Heimgartner krank zuhause geblieben war, konnte diese "Lücke" problemlos überbrückt werden: Reto Nüesch nahm den Platz ein und wurde gleich zu einer wichtigen Teamstütze. Mit starken Services und kühlem Kopf konnte er in wichtigen Momenten das Spiel zugunsten der Berner drehen. Satz 1 ging mit 26:24 an die Berner, diese mussten jedoch den Satzausgleich (23:25) hinnehmen, bevor sie Durchgang drei klar für sich entschieden (25:18). Im vierten und letzten Durchgang bäumten sich die Gastgeber noch einmal auf, sie wollten nicht zum zweiten Mal gegen die Berner den Kürzeren ziehen, doch alles kämpfen und reklamieren nützte nichts - im Gegenteil. Sie konzentrierten sich zu stark auf den Schiedsrichter, hatten die Nerven nicht unter Kontrolle und kassierten deshalb noch zwei gelbe und eine rote Karte. Münchenbuchsee rundete das erfolgreiche Wochenende also mit einem 3:1 Sieg gegen Galina ab.
 

Wie weiter? Aufstieg in die NLA?

Nach vier von zehn Spielen steht Münchenbuchsee mit acht Punkten an der Spitze der NLB-Aufstiegsrunde. Dieser Platz berechtigt zum direkten Aufstieg in die Nationalliga A, mit Platz zwei könnte man immerhin noch gegen den 7. der NLA Relegationsspiele um den Aufstieg bestreiten. Es verbleiben für Münchenbuchsee nur noch sechs Spiele in dieser Saison, drei davon werden zuhause ausgetragen, wo man noch nie verloren hat in dieser Spielzeit. Die Vorzeichen stehen also gut für einen Aufstieg, auch wenn der Weg noch lang ist. Doch in der Region Bern ist immer wieder die Rede davon, dass zwei Teams in der Nationalliga A keinen Sinn machen würde, und mit Münsingen steht bereits ein Team in der höchsten Liga. Ausserdem würde die finanzielle Situation des Vereins kaum für grosse Sprünge in der NLA reichen. Aber ist es nicht gerade das Ziel eines jeden sportlichen Engagements, möglichst weit an die Spitze zu kommen und Erfolge zu feiern? Wieso dieser Einsatz über eine ganze Saison, wenn man zum Schluss auf einen Aufstieg verzichtet? "Zum Glück müssen wir diese Fragen noch nicht jetzt beantworten" sagt Captain Fabio Zulauf. "Wir können uns momentan einfach auf unsere sportliche Leistung konzentrieren. Aber es ist klar, es gilt viele verschiedene Faktoren zu berücksichtigen, das wäre keine einfache Entscheidung. Doch daran dürfen wir noch nicht denken, der Weg ist noch zu lang, und wir wollen unsere Konzentration voll auf "Mission 18" legen". Es bleibt also bis zum Schluss spannend, und bereits am nächsten Samstag darf man mit dem Team wieder mitfiebern. Zuhause in der Sek.Halle empfängt das Herren 1 das Team vom TV Amriswil II und will die Ungeschlagenheit wahren. Hilfe durch Zuschauer ist herzlich willkommen!